Angefangen mit dem historischen Uberblick uber die griechische Gewerkschaftsbewegung, kann man sagen, dass die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen am Ende des 19. Jahrhunderts den Beginn des Kampfes und der Forderungsaktionen der Arbeiter gekennzeichnet hat.
Die schweren und erschoepfenden Arbeitsbedingungen in Industrie und Handwerk haben die Arbeiter zur Gruendung der ersten Gewerkschaften bewegt. Aus historischer Perspektive wurde die erste Gewerkschaft 1879 auf Syros gegruendet: die ‘Bruederliche Vereinigung der Holzarbeiter” auf den Werften . Bemerkenswert ist, dass auf Syros auch die erste kraftvolle Mobilisierung der Werftarbeiter am 17. Dezember 1879 stattfand.
Am Anfang des neuen Jahrhunderts fanden in vielen Staedten wichtige Arbeitskampfe in mehreren Berufszweigen statt. Dabei entwickelten sich Basisgewerkschaften auf die unterste Ebene und Gewerkschaftsorganisationen auf der Branchenebene und auf regionaler Ebene. Artikel 11 der Verfassung zum Recht auf Koalitionsfreiheit und Gesetz 281/1914 bedeuten einen Wendepunkt im Bereich des Schutzes der Rechte der Gewerkschaftsorganisationen.
1918: Da hat die Idee einer zentralen Dach- Gewerkschaftsorganisation an Boden gewonnen und, auf Initiative der “Federation Thessaloniki” und der Arbeitszentren von Athen und Piraus, wird eine landesweite Versammlung der gewerkschaftlichen Organisationen abgehalten, zur Gruendung eines nationalen Verbandes. Der erste landesweite Kongress begann am 21. Oktober 1918 in Athen und endete im Volkstheater von Pireus. Am Kongress beteiligten sich 44 Gewerkschaften, die 60.000 organisierte Arbeiter vertreteten . Die Sozialisten schlugen vor, dass der Griechische Gewerkschaftsbund (GSEE) auf dem Begriff des Klassenkampfes aufbauen sollte, wahrend die andere Seite behauptete, dass die Arbeiter nur auf ihre eigenen partikularen beruflichen Interessen konzentrieren sollten. Schliesslich, wurde der Artikel der Satzung angenommen. Der Gruendungskongress des GSEE ist ein wichtiger Meilenstein fur die Geschichte der griechischen Arbeiterbewegung, weil es dem Kongress gelang das organisierte Proletariat des Landes unter dem Dach eines obersten Fuhrungsgremium zu vereinen.
In den kommenden Jahren erlebte der GSEE eine Periode der staatlichen Eingriffe , der Repression, der Auseiandersetzungen zwischen den Linken und den Reformisten als auch innere Probleme und Abspaltungen. Im Jahr 1925 trennte sich GSEE von der Sozialistischen Arbeiterpartei Griechenlands-SEKE. Wenig spaeter (1930-1936) wurden im Land zahlreiche Streikmobilisierungen und der Generalstreik in Heraklion und Athen organisiert.
In diesen Jahren (1934) fand der siebte Kongress des GSEE im Klima der Einheit fur die zersplitterte Gewerkschaftsbewegung statt. Es hat sich aber nichts geandert, denn die Metaxas – Diktatur kam. In den folgenden Jahren bis zum achten GSEE Kongress (1946), sollten wir uns immer an den 1. Mai 1936 in Thessaloniki und, einige Tage spaeter, an den Streik am 9. Mai erinnern. In beiden Faellen kam es zu blutigen Zusammenstossen. Man spricht uber eine Phase der finanziellen und ideologischen Abhaengigkeit der Gewerkschaften vom Staat und der Aushohlung der Autonomie der Gewerkschaftsbewegung. Waehrend der deutschen Besatzung wurde GSEE als Dachorganisation isoliert und die Gewerkschaftsbewegung von der EAM (Nationale Befreiungsfront) gesteuert. Der GSEE war eigentlich die einzige Gewerkschaft Europas, die die Sendung Arbeiter nach hitlerischen Deutschland absagte. Nach der Befreiung wird das Zentralkomitee der EAM zum Interimsvorstand des GSEE ernannt. Im Jahr 1946 fand der achte Kongress des GSEE statt, der jedoch vom Staatssrat -das oberste Verwaltungsgericht- fur ungultig erklart wurde. Dabei ubernahmen die Reformisten, mit der Unterstuetzung der USA und des Staates, die Fuhrungspositionen des GSEE in denen die Beteiligung der Linken ausgeschlossen war.
Den darauf folgenden Zeitraum praegen die Zusammenarbeit mit staatlichen, parastaatlichen and Arbeitgebermechanismen, die Manipulationen, um das Arbeitsbewusstsein zu unterminieren , eine Reihe von unkoordinierten, sporadischen Streiks mit Forderungen nach Lohnerhohungen und paternalistisch-klientelistische Denkweise in die Fuhrung der Gewerkschaften. Im Jahr 1956 wurde die Demokratische Gewerkschaftsbewegung von Gewerkschaftern gegrundet, die mit der Linkspartei “Vereiningung der Demokratischen Linken” (EDA) verbunden waren.
Die Gewerkschaftsbewegung hat im Zeitraum von 1960 (14. Kongress des GSEE) bis einschliesslich 1976 (18. GSEE Kongress), eine Reihe von wichtigen Entwicklungen durchlaufen. 1962 grundeten die Krafte der linken Mitte 115 miteinander kooperierende Arbeitnehmerorganisationen (SEO). Gleichzeitig, haben sich die Vertreter der Mitte aktiv fuer die Gewerkschaftsfraktion “Demokratischer Wandel der Gewerkschaften” eingesetzt und organisierten gemeinsam eine Reihe von Streiks wie z.B. die der Bauarbeiter, der Lehrer, der Professoren und der Bankangestellten. Im Jahre 1966, werden praktisch alte Methoden verwendet wie das gangige Faelschungsverfahren, das die Mitte – Links Opposition als Scheinwahlen denunziert und , aus diesem Grund, sich distanziert hat. In den GSEE Fuhrungsgremien spiegeln sich alle diese interne Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen den Hauptakteuren des bestehenden Systems.
Gemass den Gesetzen 5 & 6/1975 und GV 42/74, wurden, nach dem Ende der Diktatur, die Vorstande und Fuehrungsgremien der Arbeitszentren und der Branchengewerkschaften ersetzt, hat man jedoch die Zusammensetzung der Furhrungsgremien der Basisgewerkschaften beibehalten. Gleichzeitig wurden diese Regelungen heftig kritisiert und als Beeintrachtigung der Gewerkschaftsfreiheit bezeichnet indem sie wieder die Dichotomie zwischen gewerkschaftlicher Basis und Fuhrung reproduzieren. Gesetz 330/76, das gewerkschaftliche Fragen regelte, wurde von der Opposition scharf als essenziell anti-gewerkschaftliche Gesetzgebung kritisiert.
Nach der Diktatur 1974 fanden massive, zu lange dauernde, Streiks und machtvolle Proteste statt. Dabei spielten Industriearbeiter, Minenarbeiter, Bankangestellte, die Lehrer und Angestellte in Oeffentlichen Versorgungsunternehmen eine fuhrende Rolle.
Auf GSEE Ebenez, trotz einiger Zugestandnisse an die Forderungen
der Arbeiternehmer, es war der Staat, durch das Arbeitsministerium, derjenige, der
tatsachlich die Faden zieht. Die Linke Opposition nahm an 18. Kongress (1976)
teil, wahrend dagegen, bei den drei folgenden Kongressen, lehnte sie die
Teilnahme an die Wahlprozesse ab, die sie als Scheinwahlen bezeichnete.
Einige Jahre spaeter, im Jahre 1982, wurde der GSEE Vorstand seines Amtes enthoben und wird neue GSEE Fuhrung ernannt, die aus der uberwiegenden Mehrheit der demokratischen politischen Kraften bestand. Im Rahmen des Gesetzes n.1264/82 und durch die Einfuhrung der einfachen Verhaltniswahl begann eine neue Aera fur die Demokratisierung der Gewerkschaftsbewegung und die Aufrechterhaltung der gewerkschaftlichen Freiheiten. Der nachste 22. Kongress war der demokratischste und repraesentativste in Nachkriegszeit und fuehrte zur Bildung eines reprasentativen Einheitsvorstandes auf der GSEE Ebene. Jedoch, wurde das Mandat dieses Vorstandes, ein Jahr vor ihrem regelmassigen Ablauf, durch gerichtliche Interventionen, unterbrochen. . Die Ereignisse nach dem Abbruch im Jahr 1985 zeigen, dass die Gewahrleistung der gewerkschaftlichen Tatigkeit und Autonomie auf der GSEE Ebene notwendig war. Dieses Ziel wurde auf 25. Kongress (1989) erreicht, und durch die Annahme einer neuen Satzung auf 26. Kongress (1990) bekraftigt. Kurz vor dem Ende des neuen Jahrtausends setzt sich der GSEE fuer die Interessen einer neuen Arbeiterklasse ein und stellt sich den neuen Herausforderungen unserer Zeit.
In diesem Zusammenhang starkt der GSEE seine Interventionsfahigkeit durch seine Beteiligung in allen tripartistischen Vertretungsinstitutionen (Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Staat) und legt wissenschaftlich fundierte Vorschlage zu Gesetzentwurfen, zur Beschaftigungspolitik, usw, vor. Damit seine gewerschaftliche Aktion besser unterstutzt wird, hat der GSEE alte Strukturen mobilisiert oder neue eingerichtet: Das neue Forschungsinstitut , INE/GSEE, das Ausbildungszentrum – Arbeitsakademie des GSEE , das Informationszentrum fuer Arbeitnehmer und Arbeitslose und das historische Archiv der Gewerkschaftsbewegung.
Die umfangreiche Arbeit, die der GSEE auf alle Ebenen gefuhrt hat (gewerkschaftliche, institutionelle usw.), wurde 2010 durch die Unterzeichnung der Kreditvereinbarungen (Memorandum) und die Einfuhrung neuer Gesetzgebung unterbrochen. In der gegenwartigen Situation sind die griechischen Arbeitnehmer ernsthaft betroffen durch den Verlust von Einkommen und die Verringerung des sozialen Schutzes, die zu einem enormen Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Anzahl der ohne Versicherung arbeitenden Arbeitnehmer gefuhrt hat. Heute setzt der GSEE seinen Kampf gegen die Memorandum- Politik, also die Sparpolitik, und den vulgaeren neoliberalen Dogmatismus fort. Die griechschen Gewerkschaften haben kleine Erfolge erreicht, indem sie die harte Sparmassnahmen auf Kosten der Arbeitnehmer wirksam bekampft hab

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